Vor dem Sturm in die Berge...
15. Oct 2026 · Provinz Ierapetra, Griechenland · 3 Min. Lesezeit
Was war passiert? Ich habe überhaupt keine Ahnung 🤷♂️
Bis zu diesem Abzweig hat mein Navi noch funktioniert, um dann grandios auszusteigen... und zwar mitten auf dem Weg ins Tal.
Der Weg auf den 3 Bildern war noch irgendwie OK, hatten schon krasseres bewältigt und ich bin knapp 500m in Schlappen runter und hab geschaut. Paßt! Dachte ich so bei mir!
Also im 2. Gang im Standgas los, wohl wissend, daß ich hier rückwärts nicht mehr rauskommen werde. 😅
Und ZACK, 2 Kilometer später stehe ich an einer Weggabelung, am Grund des Tals, von der 3 "Wege" abgehen. Kein Navi! Kein Funkempfang! Nichts! NADA! 🥳
Also in Schlappen alle 3 Wege beschritten, um festzustellen, daß alle 3 richtig Scheiße sind! 🙄 Der Himmel über mir, schwarz dräuend, ach ja, Unwetterwarnung! 🤪 Weg rechts führte vermeintlich aus dem Tal raus, in eine Richtung, in die ich nicht wollte. Weg mitte ging in einen Pfad über, der selbst für nen Quad zu eng wurde und Steigungen besaß, die nen Allradantrieb erforderten!
Also links lang dachte ich bei mir und fuhr mit Frankie weitere 2 km, wobei jetzt schon im 1. Gang. 🤓
Wird schon nicht schlimmer werden, war meine innere Einstellung! 🙏
Doch weit gefehlt! "Gott hat Humor und ne Hammer Linke!" fiel mir dann auch direkt ein, als ich in nem trockenen Flußbett stand und es zu Regnen anfing. Es gab nur einen Weg und der führte wieder in die Berge. 🙄
Umdrehen? Auf dem Terrain? Auf gar keinen Fall, denn den Weg, den ich bis hierher runter gefahren bin, komme ich mit Frankie nicht wieder hoch! Also nach 5 Anläufen, mit wegrutschen, Bremsenversagen, Motor aus (hat es echt nicht geschafft) und angeklappten Außenspiegeln wieder bis zum Flußbett rückwärts zurück. Klappspaten rausgeholt, festes Schuhwerk und Handschuhe angezogen und anderthalb Stunden den Weg so vorbereitet, daß Frankie und ich es im 6. Versuch geschafft haben.
Doch das war erst der Anfang! 🫣
Links die Abrißkante des Bergmassivs mit ca. 25m hohe Steilwand und rechts die Schlucht, in der das Flußbett lag, das ich kurz zuvor gequert hatte, nur knapp 40m tiefer. Breite der "Straße": 2,40m!!! Voll mit Geröll und riesigen Brocken (der leichteste hatte ein paar Kilo mehr als ich) und ausgespülten Fahrspuren mal links, mal rechts. Ach ja...und Regen! 🤮 Habe für die knapp 2 km dreieinhalb Stunden gebraucht, da ich alle 250m entweder nen Gesteinsbrocken oder Geröll oder beides beseitigen mußte. Fahrspur "aufbauen" war sowieso immer wieder dran. Ich war sowas von im Sack, am Arsch, fertig, KO, durch, ...sucht euch was aus...🤣
Die Nacht war dann auch um Frankie und mich herum ziemlich krass, obwohl wir im "Schatten" des Bergmassivs standen.
Hat das geregnet, geblitzt gedonnert, gestürmt,....und der morgendliche Trainingsplatz läßt erahnen, was hier wettertechnisch los ist...
Also dachte ich mir, kiekste Dir einfach mal den Stausee an...und vergisst das "borstige" der gestrigen Tour...
Schuhwerk war eh noch "mistig" 🤣
Und ich wurde belohnt 🙏...und zwar sowas von 😍...doch seht selbst ❤️...vielleicht gibt es mal wieder ne kleine Sprachnachricht zu meinem gestrigen Ausflug, um ein paar der Bilder auch mit meinen Eindrücken zu verknüpfen...
Und ja, ich hab mich gefreut, als ich wieder bei Frankie war, denn der Sturm hat hier Böen mit 80-90km/h und das ist anstrengend, wenn man gerade in nem Aufstieg hängt.
Hab ich eigentlich erwähnt, daß es zwischendurch immer mal wieder geregnet hat? 🤣👍🙄






























