Über
Ein Reisetagebuch über einen nicht geplanten Weg von Frankie und Iven
„Auf der Seidenstraße" ist kein Reiseblog und kein Ratgeber. Es ist die Reise von Frankie und mir — von Berlin Friedrichshain, meiner gewählten Heimatstadt, hinaus aus Deutschland und Europa, der alten Seidenstraße folgend, dem Japanischen und Südchinesichen Meer entgegen. Es gibt aktuell viele Ideen zu Ländern und Stationen, die auf dem Weg dorthin und darüber hinaus, ebenfalls präsent sind und "rufen". Aktuell bin ich in Bosnien, es folgen Bulgarien, Griechenland, Kreta, Türkei, Georgien und alles was sich zwischendrin ergibt.
Begonnen hat sie mit einem Brief an die Menschen, die mir nahe sind oder waren: „Ich verlasse Deutschland — und will nicht einfach so verschwinden, sondern euch dabei haben." Erst ein langer Abschied durch das eigene Land — meine "Abschiedstour" mit Stationen im Vogtland, in Brandenburg an der alten Oder, in Mecklenburg, in der Uckermark, in der Prignitz und im Harz eröffnet die Reise. Am 14.03.2026 ist es dann soweit und die letzte Ausfahrt aus "meinem" Hof in Berlin-F´Hain findet wirklich statt! Erste Station ist Wischershausen, es folgt Suckow in der Prignitz und direkt meine Geburtsstadt Zerbst, das Grab meiner Großeltern in Warmsdorf, schließt sich an. Von dort geht es dann nach Süden. In Altlindenau erfolgt der Abschied aus D! Und via Tschechien lande ich in Kärnten, um von dort nach Kroatien weiterzufahren.
Nach 2 Stationen an der Kroatischen Küste geht es weiter in das Innere des Kontinents, um aktuell in Visoko zu verweilen...bis es dann nach Sofia weitergehen wird....was dann doch gaaaaanz anders kam. Nach dem Besuch im "Blue Gate Camp" ging es via Velika nach Maslarevo, um jetzt gerade in Shkopilovtsi meine Zeit zu verbringen. Meine Reise wird, an der Schwarzmeerküste entlang in die Region Kalamata gehen, um dort in die Welt der "Humusbotschafter" einzutauchen. Ende Oktober, wenn die Fährpreise für mich wieder bezahlbar sind, geht es nach Kreta, um dort zu überwintern....
Leitsatz
Peace and Love, live, harmony. In aller Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Offenheit, Vertrauen und Toleranz. Meinem Mut und meiner Intuition mehr RAUM gewährend...um zu HEILEN, sowie mich und EUCH zu inspirieren...LEBEN im MOMENT
Diese Reise beginnt nicht im März und endet nicht am Meer. Sie läuft, wie Iven schreibt, „schon ewig — vorgeburtlich quasi". Das Unterwegssein ist kein Mittel zum Ankommen, sondern ein Zustand: ein fortlaufender Prozess aus Loslassen und Offensein.
Loslassen ist hier wörtlich gemeint — Wohnung, Arbeit, Land, Gewohntes. Was bleibt, ist die Verbundenheit: zu den Menschen, die mitlesen, mithören, mitfühlen, und zu dem, was das Leben unterwegs schickt. „Weil das Leben schön ist — auch und trotz der Widrigkeiten, oder gerade wegen der selbigen."
Dankbarkeit ist die Grundhaltung, Wandel der rote Faden, Achtsamkeit das Tempo. Nicht Hochglanz, sondern Wahrhaftigkeit. Authentizität geht vor Perfektion.
Sechs Worte, die tragen
Neugier · Abenteuer · Frieden · Liebe · Offenheit · Mut
Frankie ist Iven´s Weggefährtin auf dieser Fahrt — das rollende Zuhause, in dem gekocht, geschlafen, gearbeitet und gelebt wird, um die Reise zu vollziehen, auf die sich beide begeben haben...
Daher der Name dieses Tagebuchs: Frankie und ich. Zwei, die nach Osten fahren, und schauen, was kommt. Frankie ist ein Sonder-Kfz-Wohnmobil auf Basis eines Mercedes-Benz 207D mit einem Hymer-Aufbau. Die Inspiration zum Namen verdankt sie der großartigen Schauspielerin Lily Tomlin, die in "Grace und Frankie" eine witzige Rolle als alternde "Hippie-Braut" so wundervoll auszufüllen verstand. Das "Licht der Welt" erblickte Frankie offiziell im Dezember 1981 mit ihrer Erstzulassung in Deutschland. Der Motor ist der Motor, der Mercedes über so viele Jahr, ja, auch bis heute, weltweit , solch ein bedeutendes Ansehen verlieh. Mit 2.400ccm und 63PS aus einem Dieselaggregat verläuft die Reise natürlich auch in bescheidenen Geschwindigkeiten, im Vergleich zur allgemeinen "Schnelligkeit", mit der "man" sich heute fortzubewegen gedenkt. Das führt natürlich auch zu kontinuierlichem Aufbau von "Followern", wenn sie sich schnaufend und in Schrittgeschwindigkeit einen Paß hinaufbewegt. Mit einer bewegenden Geschichte versehen, landete sie über meinen Freund Heiko, aus Radebeul, 2021 bei mir und meiner damaligen Liebe. Nach vielen Investitionen durch Zeit, Geld und mit der Unterstützung von Freunden, hat sie den heutigen Zustand, der uns gemeinsam hoffentlich durch die angedachte Route tragen wird.
Frankie ist so einzigartig, wie ihr Fahrer und "Bewohner", wie die Route und die Dinge, die sie beide gemeinsam erleben. Und das bezieht sich nicht nur auf die zu durchfahrenden fantastischen Landschaften, Städte, Regionen und Länder, sondern, oder auch gerade, auf die Menschen, die sich immer wieder einfinden, um ihr voller Begeisterung zu "huldigen". Die unzähligen "Daumen hoch" von Menschen am Straßenrand sind genauso vielfältig, wie die Nationalitäten, die sie jeweils vertreten. Wenn wir beide mal etwas länger an einem Ort verweilen, kommt es eigentlich immer vor, daß sich Menschen einfinden und um ein gemeinsames Foto mit Frankie bitten...was natürlich mit einem dankbaren LÄCHELN gewährt wird.
Es geht nicht darum, anzukommen. Es geht darum, unterwegs nicht zu verschwinden.
— FRANKIE & ICH, unterwegs....im realen LEBEN im MOMENT....