Über
Ein Reisetagebuch von Iven Hildebrandt
„Auf der Seidenstraße" ist kein Reiseblog und kein Ratgeber. Es ist die Reise von Iven Hildebrandt — von Berlin Friedrichshain, seiner gewählten Heimatstadt, hinaus aus Deutschland und Europa, der alten Seidenstraße folgend, dem Japanischen Meer entgegen.
Begonnen hat sie mit einem Brief an die Menschen, die ihm nah sind: „Ich verlasse Deutschland — und will nicht einfach so verschwinden, sondern euch dabei haben." Erst ein langer Abschied durch das eigene Land — die Geburtsstadt Zerbst, das Grab der Großeltern in Warmsdorf, die stillen Plätze am Wasser. Dann, im Frühjahr, der Aufbruch nach Süden.
Leitsatz
Love, live, harmony.
Diese Reise beginnt nicht im März und endet nicht am Meer. Sie läuft, wie Iven schreibt, „schon ewig — vorgeburtlich quasi". Das Unterwegssein ist kein Mittel zum Ankommen, sondern ein Zustand: ein fortlaufender Prozess aus Loslassen und Offensein.
Loslassen ist hier wörtlich gemeint — Wohnung, Arbeit, Land, Gewohntes. Was bleibt, ist die Verbundenheit: zu den Menschen, die mitlesen, mithören, mitfühlen, und zu dem, was das Leben unterwegs schickt. „Weil das Leben schön ist — auch und trotz der Widrigkeiten, oder gerade wegen der selbigen."
Dankbarkeit ist die Grundhaltung, Wandel der rote Faden, Achtsamkeit das Tempo. Nicht Hochglanz, sondern Wahrhaftigkeit. Authentizität geht vor Perfektion.
Sechs Worte, die tragen
Neugier · Abenteuer · Frieden · Liebe · Offenheit · Mut
Frankie ist Ivens Weggefährte auf dieser Fahrt — das rollende Zuhause, in dem gekocht, geschlafen und gelebt wird. Daher der Name dieses Tagebuchs: Frankie und ich. Zwei, die nach Osten fahren, und schauen, was kommt.
Es geht nicht darum, anzukommen. Es geht darum, unterwegs nicht zu verschwinden.
— Iven Hildebrandt, unterwegs