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Flucht vom Ort der Intoleranz und des Hasses...

05. Sep 2026 · 8 Min. Lesezeit

...und Ankunft da, wo ich gerne bin...

...was war passiert? Ich stand also auf diesem Riesenparkplatz mitten im Strofylia National Park zwischen der Apallu und der Sahara Beach Bar, wobei ich davon ausgegangen bin, ein paar Tage zu bleiben. Der Nationalpark ist toll, da direkt am Meer von Flüssen und Seen durchzogen. Einiges wirkte wie in den Everglades. Alles gerahmt von den wundervollen Bergen, die eine Allgegenwärtigkeit besitzen, die mich langsam verstehen lassen ... Egal, die Schönheit eines Landes, einer Region, eines Ortes wird durch die Menschen beeinflußt, die dort "verweilen"! Habe ich ja auf so vielfältige Weise in den letzten Monaten erfahren dürfen. Und bis auf Serbien war auch alles wundervoll! Nun also seit ein paar Wochen in Griechenland unterwegs, beeindruckt von dem, was das Land an "Gegend" so zu bieten hat. Bin also nach meinem Training mit einem Handtuch um die Hüften vom Parkplatz durch die Dünen zum Strand, da sich in der Nähe der Appallu-Bar 2 Duschen befanden, von der ich eine zu nutzen gedachte, wie am Abend zuvor mit dem Besitzer geklärt. Also schau ich mich um, 2 Jungs an der Bar, die die Vorbereitungen zur Öffnung gerade finalisierten. 2 Strandgäste am gegenüberliegenden Ende der Liegestuhlflächen saßen entspannt mit dem Rücken zu mir, da sie aufs Meer blickten. Ich also Handtuch abgelegt und mich unter der Dusche freudig einseifend....NACKT...logisch. Das Wasser war herrlich, es war kalt, es war frisch und es war süß....und ich endlich mal wieder in der Lage meine Haut vom "ewigen" Salz zu befreien 🥰👍

Und dann ein wütender Schrei direkt hinter mir!!! 😳

Ich drehe mich um und vor mir steht ein geifernder, wütender, häßlicher Mann, Anfang 60, mit Schmierbauch, Goldkette mit fettem goldenen (christlichen?) Kreuz auf der Brust, ner Bling-Bling-Uhr am Handgelenk, Armani-Badehose und ebensolcher Schlappen an den verformten Füßen, ner "Gucci"-Kühltasche in der einen und nem Versace-Badetuch in der anderen Hand...und SCHREIT mich an!!!

Meine erste Reaktion war, einfach die 2 Schritte als Distanz zu ihm zu überbrücken und ihn "auszuknocken", um diesem Geschrei ein Ende zu bereiten! Hab ich nicht gemacht! 🤷

Letzten Schaum abgespült, Handtuch genommen und um die Hüften gelegt, mich zu ihm und der Situation umgedreht und die Situation vollständig erfaßt. 2 weitere Typen, in etwa gleichem Alter und Ausstattung, standen neben ihm, um ihn, der mitlerweile so schrie, daß ihm der Speichel aus dem Mund spritzte, tatkräftig verbal zu unterstützen. Parallel dazu nahm ich war, daß die 3 "angetrauten" Frauen, davon gehe ich jetzt mal aus, sich dieser Stelle ebenfalls näherten. Alle 6 waren dem Holzbohlenpfad vom Parkplatz gefolgt und damit in meinem Rücken aufgetaucht. Da ich in Bosnien schon erlebt habe, wie auf menschliche Nacktheit in der Natur reagiert wird, war mir klar, daß es sich wieder einmal um meine Nacktheit drehte!

Mit meinem Handtuch um die Hüften war meine Scham mehr als bedeckt! In ruhigem Ton und auf englicher Sprache versuchte ich nun dem Mann, der Gruppe, in seinem/ihrem Haß freundlich entgegenzutreten. Ich habe mich entschuldigt! Hab ihn gebeten ein wenig freundlicher zu reagieren! FEHLANZEIGE!

Der steigerte sich da rein und nahm seine Truppe mit! Ich stand also, pitsche-patsche-nass, einer sich ereifernden Gruppe an Menschen gegenüber, deren Hass, deren Wut, deren Intoleranz ich körperlich empfinden konnte. Und in dem Moment fühlte ich die Bedrohung durch menschliche Wesen so intensiv, daß ich wie geschockt in allem innehielt. DAS WAR KRASS! Ich wollte keine Gewalt anwenden und LÄCHELTE die 6 "Menschen" erneut an, um mich wieder zu entschuldigen. Keine Chance!

Einer der Barkeeper rettete die Situation, indem er den Typen, der mittlerweile puterrot im Gesicht war und mich immer noch auf griechisch anschrie, jetzt was von "Policia", anrief und zur Bar winkte! Die Gruppe setzte sich widerstrebend in Richtung Bar in Bewegung...während ich mich in Richtung Frankie begab, sah ich aus dem Augenwinkel, wie sich selbst die 3 Frauen im Weggehen noch ein paar mal umdrehten und mit giftigen Blick irgendwas in meine Richtung riefen! Was für eine Begegnung!?

Spontan entschied ich mich, diesen ungastlichen Ort zu verlassen! Nicht, weil ich dachte, die Polizei würde kommen (es gibt kein griechisches Gesetz, daß Nacktheit am Strand verbietet, sondern eine "Verordnung", die ausweist, Rücksicht auf die lokalen Gegebenheiten zu nehmen) oder wegen dieser unsäglich reagierenden 6 Menschen, nein, wegen der damit einhergehenden Änderung der Frequenzen/Schwingungen vor Ort.

Hab Gaios angepingt, ihm mitgeteilt, daß ich mich auf den Weg nach Süden begebe, die Westküste verlasse und dann bin ich los...

Entspannte Reise, schöne Gedanken, spontaner Zwischenstop...

Strand an Georgis Farm...😍

Gesprochene Notiz
Georgis Farm, das war ein superschöner Platz, ist wirklich eine ganz alte Farm, dritte Generation, machen alles von Oliven über Melonen, Feigen, Kartoffeln haben sie ausgesät. Da war ich eigentlich eingeplant, mitzuhelfen, doch sein Freund, der vorher abgesagt hatte, kam dann spontan durch und somit hatte ich Zeit für mich, war im Wasser, bin so ein bisschen angekommen, habe den Vormittag, den Morgen abstreifen können und tatsächlich auch noch die Zeit gefunden, mich mit Georgi zu unterhalten. Und das war, wie bis jetzt alle Begegnungen mit den Griechen, die irgendwie nett sind, denn die anderen sechs morgens waren auch Griechen, hat er mir erzählt, was sich verändert hat in den letzten 15 Jahren aus seiner Perspektive und das ist krass. Erzählen alles gleiche, ist abgefahren. Und auf meine Frage, ob ich die Nacht da auf dem Platz verbringen kann, war er traurig, mir mitteilen zu müssen, dass das nicht geht, da er von der Polizei kontrolliert wird. Er hat keine Lizenz dafür, irgendwie Camper, Zelte, was auch immer aus seinem Grundstück zuzulassen und hat mir trotzdem noch drei Hinweise gegeben, in naheliegenden Buchen, das kürzeste waren 400 Meter, das längste knapp zweieinhalb Kilometer, wo er gesagt hat, da kannst du auf jeden Fall stehen, da bist du alleine, da kommt keine Polizei, das ist super schön da und das passt. Was ich jedoch abgewählt habe, dass ich dann zwischenzeitlich Gaius meldete, also Dieter, und mir angeboten hat, dass wir uns in Gaius Andreas unten am Hafen treffen. Und daraus resultierend habe ich mich dann tatsächlich quasi kurz vor dem Sonnenuntergang auf den Weg gemacht und bin nochmal knapp eine Stunde unterwegs gewesen. Bilder von unterwegs folgen, wobei ich die riesengroßen Feigenkakteen, die links und rechts am Straßenrand teilweise felderähnlich stehen, nicht wirklich auf mein Telefon gekriegt habe, weil es war kurvenreich und die Straßen sind schmal und nicht unbedingt in dem besten Zustand.

Sonnenuntergang unterwegs...auf dem Weg nach Agios Andreas...

Sonnenaufgang aus meiner "Schlafperspektive" 😍🙏❤️

Stell- und Trainingsplatz 🙏

Gesprochene Notiz
Mitten in meinem gestrigen Training kam Gaius dann runter, um mich abzuholen, da ich meine Hilfe angeboten habe, da die vier weitere Säulen mit Beton gießen wollten, es noch einiges an Schilfrohr zu begradigen, entgraten gab und so diverse kleine andere Aufgaben und daraus resultierend dann kurz nur ins Wasser gesprungen, Frenki wieder nach vorne auf den Hauptparkplatz gebracht, um dann mit Gaius bis, ich weiß gar nicht wann wir wieder hier waren, 1830 oder so, damit ich Frenki dann umparken kann, wieder in diesen Eukalyptuswald, ihr müsst euch vorstellen, das riecht hier nach Eukalyptus, in einer feinen Mischung mit dem Geruch und dem Geschmack des Meersalzes, unfassbar schön, großartig, genau und nachdem ich ja am Abend vorher nicht aufgepasst habe und den herausstehenden Ast eines der gigantischen Bäume übersehen habe und mir meinen Fahrradlenker ins Dach von Frenki gedrückt habe, das muss ich heute morgen oder das werde ich heute fixen, es hat also gestern geklappt, dass wir tatsächlich einen Spezialkleister für Kunststoff im Außenbereich bekommen haben, habe ich mir gestern tatsächlich noch beim Umparken auch noch meinen Fahrradsattel, die hinteren Stützen abgebrochen, weil ich wieder was übersehen habe, total bescheuert. Annyhausen, der Blick zurück ist also das, was mir das Universum zu zeigen gedenkt, das hat sich so ein Stück weit auch dadurch manifestiert, dass ich da gestern, tatsächlich gestern mit jemandem gesprochen habe, den ich schon seit über 30 Jahren glaube ich kenne, der mein Trauzeuge war und ich denke auch mein Freund, vielleicht auch wieder ist oder wieder wird, keine Ahnung, mit dem ich jetzt seit über sechs Monaten keinen Kontakt mehr hatte, das war ziemlich interessant dieses Telefonat. Also spannend in allem, unabhängig von dem aktuellen Zeitpunkt, der passender in dem Kontext nicht sein könnte, da genau vor zehn Jahren in dieser Woche die Liebe meines Lebens mit der Nachricht auf mich zukam, nachdem ich vier Jahre lang versucht habe, diesen Menschen kennenzulernen, dass sich das jetzt wohl ergeben wird. Also ich habe momentan echt einiges an inneren Themen zu bearbeiten, die nicht ausschließlich nur aus meinen Gedanken heraus entstehen, sondern auch von außen an mich herangetragen werden. Das ist ziemlich spannend und so sicherlich auch nicht verwunderlich, dass Gaius, der gestern eigentlich nur ein Foto schießen wollte, mich in ein leicht philosophisches Gespräch verwickelte, dass er, ohne dass ich es mitbekommen habe, als Video aufgezeichnet hat. Ich schaue mal, vielleicht lässt sich das ja hochladen. Wobei mit 5 Minuten 32 und dem ja so extrem spannenden Internet hier vielleicht doch eine Herausforderung für die Technik sein wird. Nichtsdestotrotz gibt es auf jeden Fall das eine oder andere Foto inklusive von dem Ort, an dem wir gearbeitet haben und ich auch mal wieder geduscht habe, ohne dabei gewahr werden zu müssen, von irgendwelchen Menschen angefeindet, angeschrien oder sonstiges zu werden. Das war eine abgeschlossene Dusche. Ich war gestern Überraschungsgast bei dem Geburtstag einer Freundin von Gaius, die mit zwei weiteren befreundeten Pärchen und ihrem Mann an einem kleinen Restaurant in einem Ort, 17 Kilometer von hier, ihren Geburtstag beging, mit anschließendem klassischen Konzert, das ich jedoch abwählte und mit drei der anderen wieder zurück nach Agios Andrias gefahren wurde. Genau, Bilder folgen, Video, mal schauen.

Gaios

Konstantin, der, neben seiner Arbeit auf der Baustelle, auch für uns gekocht hat... Penne al aioli...

Cooler Typ, der die erste Woche mit Dieter zusammenarbeitet und es schätzt, in einer solch friedvollen und entspannten, natürlichen Umgebung sein Geld zu verdienen. Er vermißt seine Frau, die ihn heute wieder abholt, auf das sie ein gemeinsames Wochenende in Kalamata (da leben sie zusammen) verbringen können. Ich mag ihn, da er wirklich ein feiner Mensch ist ❤️

Blick auf meine Arbeit....

So, Video-Upload hat bis zum Ende 92min. gedauert, um dann "abzubrechen"...vielleicht lädt es Gaios ja in die Kommentare...LACH...

Also auf diesem Wege die Perspektive, die Gaios während meiner Tätigkeit hatte...

Erster Regen....😍

Reparaturwochenende...

neuer "Fußabtreter" ist auf der gerichteten Treppe verschraubt...

Blick gestern von der Restaurantterasse bei dem Geburtstagsessen von Sonja. Vielen Dank für die Einladung 🙏

Standort "Agios Andreas", hinterm Hafen, auf dem Gelände eines ehemaligen Campingplatzes, unter Eukalyptusbäumen...😍🙏❤️

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