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Here i am....

02. Jun 2026 · Vinac, Bosnien und Herzegowina · 8 Min. Lesezeit

Here i am....

Und das wird mein Blick aus dem Bett sein...eingebettet in die mich umgebenen Berge, begleitet vom Rauschen des Flusses...und vielleicht überlagert dieser endlich mal wieder meinen Tinnitus...

Der spontane Stop erwies sich als absolut richtig, denn ich war durch und hätte mein Ziel, Visoko, auf gar keinen Fall erreicht. So habe ich Adis kennenlernen dürfen, der, nachdem wir ein paar Worte gewechselt haben, mich direkt auf ein Bierchen am Fluß eingeladen hat. Das er dazu erst nach Hause fahren mußte, um diese zu holen, hat sich mir erschlossen, als er ins Auto stieg, vom Gelände fuhr, um 10min. später wieder da zu sein...LACH...

Cooler Typ, feiner Platz, erholsame Nacht (wenn ich das Blitzlichtgewitter der Stroposkoplampe ausblende, was mir durch die Vorhänge und Jalousien in Frankie ja gelang...FEIX...) und grandioser Start!

Nach dem seeeeehr emotionalen Tag doch ein Zwischenstop vor Visoko, spontan und eine gute Entscheidung...und auf das ihr nachvollziehen könnt, warum das für mich soooooo emotional war, gibt es die Sprachnachricht, die ich genau in dem MOMENT aufgenommen habe, als mich das GANZE sowas von überwältigt hat. Ja, MUT ist ebenfalls eine Säule dieser Reise.

Und da es einiges an Reaktionen in der "ich bin weg..."-Gruppe gab, folgen die Sprachnachrichten, die sich als meine Reaktionen daraufhin ergaben...die Transkripte sind nicht bearbeitet, vielleicht mache ich das noch ;-)

Das Video am Ende steht für sich und für meine Ankunft in Bosnien....

Gesprochene Notiz
Ich versuche es einfach mal. Der erste Rohtrip mit der Liebe meines Lebens, nachdem ich vier Jahre lang immer wieder versucht habe diesen Menschen kennenzulernen, um es dann irgendwann tatsächlich auch zu einer Beziehung zu transformieren. Emotional, weil klar ich auch eine Nachricht gekriegt habe von Kain, die mich sehr bewegt hat und der Streit heute morgen mit Mama Antonia. Das sind alles so Dinge, die in Verbindung mit dem, wo ich hier heute lang fahre, in mir Dinge auslösen, die mich bewegen. Logisch, das macht was mit mir auf jeden Fall. Vielleicht auch aus dem Grunde, weil heute vor einem Jahr ich erfahren habe, dass das nicht irgendwie eine zeitweilige Pause ist, um sich selber zu finden, sondern sie mit dem Mann zusammen ist oder gekommen ist, der schon zwei Jahre mehr oder minder zwischen uns stand, ohne dass sie das definieren wollte. Das ist schwer, auf jeden Fall. Nichtsdestotrotz bin ich glücklich, glücklich auf der Situation, dass ich hier bin und dass ich das durchziehe. Und das ist keine Flucht, sondern das ist eine Rückbesinnung zu mir, zu dem, was mich ausmacht, zu dem, was mir wichtig ist. Und ja, das ist schwer, Emotionen zuzulassen und gleichzeitig dabei, in Liebe zu bleiben. Und zwar die Liebe aus mir heraus. Nichts anderes. Ich hatte das überhaupt nicht auf dem Schirm, dass ich heute auf dem Weg nach Bosnien, wo der Drama quasi begann, weil sie da schon in der neuen Firma gearbeitet hat. Und unsere erste Woche, als wir in Bosnien waren, an den Pyramiden, eigentlich schon nur die Firma und alles damit einhergehende, im Vordergrund stand. Das ist ein richtiges Brett. Ich habe keine Ahnung, warum ich mir das gebe und irgendwie doch. Es ist so, wie es ist. Ich kann es nicht ändern. Ich habe es versucht. Und wenn diese Form der Änderung oder des Versuches, diese Änderung zu vollziehen und den Menschen mitzunehmen, der einem wichtig ist und der das ablehnt, ohne in irgendeiner Form auch nur die Möglichkeit zu geben, darüber zu diskutieren, dann mache ich das mit mir alleine aus. Und meine Art und Weise, das mit mir auszumachen, ist diese Reise. Ich will heilen. Ich möchte das wieder in der ganzen Umfänglichkeit meines Wesens erfahren, was mich umgibt. Und dieses Loslassen in allem, betrifft ja nicht nur die Liebe meines Lebens. Es betrifft auch alles andere ringsherum. All die Streitereien, teilweise mit euch. All die Vorwürfe, Anfeindungen, Unverbindlichkeiten. Ich habe da einfach keinen Bock mehr drauf. Leben im Moment bedeutet, genaudet, Leben im Moment. Und dazu gehört eben unter anderem auch, diese Emotionen zuzulassen. Und während ich auf diese Riesenbucht gucke, sind die letzten beiden Bilder vor der Mondblüte. Durchströmt mich das einmal komplett. In einer Gewalt. Das ist unfassbar. Und in der Zwischenzeit ist es im Hintergrund das erste Mal ruhig. Ich stehe natürlich hier an der Straße. Und habe erst mal gefrühstückt. Weil wie gesagt, das ist heute Morgen ohne Mittwoch, Antonia eskaliert. Ich habe irgendwie das Febel dafür, in den Menschen genau das anzusprechen, vor dem sie am meisten Angst haben. Und ja, das zeichnet einen guten Sparingspartner aus. Um mal bei meinem Lieblingssport zu bleiben. Als Wettkämpfer war ich nie gut. Als Sparingspartner sicherlich überragend. Und genau das ist es glaube ich. Aufzuzeigen, was an Potenzialen in den Menschen ist, die mir gegenüber treten. Und die das wirklich wollen. Rieke hatte das vor ein paar Wochen schon ziemlich gut beschrieben. Es ist krass. Es ist richtig krass. Und ich freue mich, mit André jemanden quasi vom Universum an die Seite gestellt bekommen zu haben, der das nochmal intensiver auf seinen Wege hat erleben müssen, dürfen. Und jetzt voller Freude dabei ist, diese meiner Reise zu begleiten. Und eine Webseite zu bauen, die es mir wiederum ermöglicht, die mitzunehmen, die darauf Lust haben. Da werden einige von euch mit dabei sein. Einige werden rausfallen. So wie ja die Family and Friends Gruppe. Ich bin weg. Ja zum Anfang mit über 100 Teilnehmern sozusagen schon eingedampft ist. Eingeschrumpft ist. Auf aktuell glaube ich 56. Wie geht es mir damit, ich glaube, so intensiv über Emotionen nachzudenken und andere daran teilhaben zu lassen. Und es wird zukünftig so sein, dass ich die Menschen teilweise nicht mal kenne. Und doch dann mit denen verbunden sein werde. Das macht was. Auf jeden Fall. Ich habe keine Ahnung, ob ich die Sprachnachricht in die Gruppe stellen werde. Keine Ahnung. Ich halte den Moment fest. Und das nicht nur, weil er mich so intensiv bewegt und so herausfordernd ist, emotional. Sondern weil es ein Stück weit auch die Erinnerung ist an mich. Ihr müsst euch keine Sorgen machen. Ich bin jetzt nicht lebensmüde oder so. Im Gegenteil. Während ich hier sitze und heule und diese Sprachnachricht verfasse, gehe ich auf diesen unfassbar schönen Platz. Und bin mir sicher, dass der eine oder andere genau in solchen Situationen schon drin war. Sei es, weil irgendein Song kryptonit für ihn ist. Sei es, weil er liebste Menschen verloren hat. Sei es, weil das Chaos um einen herum einen mitzureißen droht. Und Menschen manchmal kaum in der Lage sind, mit diesen Emotionen umzugehen. Menschen, die es so weit treibt, sich eine Knarre in den Mund zu stecken. Sich irgendwelche Pillen einzuwerfen, in der Hoffnung, dass dieses ganze Chaos, dieser ganze Irrsinn damit ein Ende findet. Ich war dreimal in der Situation. Und auf dem letzten Projektil war Leben eingeritzt. Das ist schon krass. Ich denke mal, ich werde hier noch kurz ein Stück weit verweilen. Um mich dann wirklich auf den Weg zu machen nach Visoko. Oder Visoko. Oder wie auch immer man das richtig ausspricht. Das wird ein Ort sein, auf den ich gespannt bin. Nicht, weil ich damit Dinge verknüpfe, die in der Vergangenheit stattgefunden haben. Sondern um zu erfahren, wie es ist, jetzt, heute, in meinem Zustand, in meinem Bewusstsein, diesen Ort neu zu erfahren. Und die eigentlich belastenden Elemente nicht nur irgendwie auszublenden oder zu unterdrücken. Sondern neu zu erleben. Ich habe keine Ahnung, ob ich den Mut haben werde, das Ding in die Welt zu hauen. Ich bin gespannt, ob ich den Mut aufbringe. Puh. Das wirklich mit euch zu teilen. Habt eine gute Zeit. Bis zum nächsten Mal.
Gesprochene Notiz
Tempura, Champagne, soms, soms Fischfilm, soms Gucci. Mir geht's gut. Es hat ein bisschen gedauert, ich bin wieder am Grinsen, komplett. Soms tanzen und soms Lichtjes. Soms, soms Trampjes, soms fliegts vielleicht auch ein bisschen am Musikgenerator. 150 Pack Keks. Und soms ... Und? Soms New York, soms London. Soms, soms Haien. Sicherlich auch an meiner Einstellung. Soms Tokio, soms Paris. Soms Buur, soms mit Eis. Soms Shows, soms Aandacht. Soms, soms Weekend, vanauf Maandag. Soms, soms allemaal Chicks. Und soms helemaal nix. Dit is de leven. Und ich weiß, dass dis de leven is. Und ich weiß nicht, ob het nog lang duurt. Maar zolang het er nog even is, geniet ik er van elke dag. En ik weet, dat dit de leven is. En ik weet niet, of het nog lang duurt. Maar zolang het er nog even is, geniet ik er van elke dag. Soms palen, soms huilen, soms. Soms liever niet naar buiten, soms. Soms bang zijn verlaten. Soms mis ik mijn vader. Soms gezeik, soms gehaat. Soms, soms gekijk, soms op straat. Soms uitschelden, ontkijken. Soms bek houden, doorbijten. Und dit is de leven. En ik weet, dat dit de leven is. En ik weet niet, of het nog lang duurt. Maar zolang het er nog even is, geniet ik er van elke dag. Boah, ist das schön. Boah, ist das schön.
Gesprochene Notiz
Rieke, ich habe gerade angehalten, weil ich jetzt Kroatien verlasse, habe deinen Text gelesen mit Pippi in den Augen. Super, vielen lieben Dank. Und das lustige Universum schickt mir genau den Song. Ich kaue jetzt noch die letzten Bilder von Kroatien rein. Ja, ich weiss das alles. Und nur, weil ich das weiss, heißt das nicht, dass ich das für mich behalten muss. Weil ich weiss, dass ihr das auch wisst. Und ich glaube, das ist das Schöne daran. Dieses Vertrauen, das jetzt jeder in sich trägt. Jeder Einzelne. Oh, sieh, was du getan hast, du hast dich verletzt, du hast niemanden verletzt. Ich habe geweint, ich habe geweint, ich habe so lange geweint, du hast dich verletzt, du hast niemanden verletzt. Wir vermissen diesen Dezember, wir vermissen es wie Hell, wir vermissen diese Spiele, diese dummen Spiele, dieses verschlossene Herz, es zeigt, die Sünden, die Sünden, die Sünden brechen herunter, die Sünden, die Sünden, die Sünden brechen herunter, nachdem ich Berlin, Zerbst, Warmsdorf, das Elbsandsteingebirge und alles von Kärnten bis jetzt hinter mich gelassen habe, freue ich mich auf alles das, was vor mir liegt, danke, danke auch an Hexeina für ihren wundervollen Text, den ich jetzt in der Zwischenzeit gelesen habe, Leute, ihr seid großartig, ich finde es toll, danke, jetzt kommen die letzten Bilder aus Kroatien, fette Drückung für euch alle, seid Liebe, denn dann seid ihr Mensch.
Gesprochene Notiz
Witzig! Das ist das Universum. Zufallsgenerator. Damit ihr das Gefühl habt, womit ich hier eigentlich so zu tun habe. Das ist der nächste Song. Okay, jetzt kommen die Bilder.
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